Führungsverantwortung der Schulleitung
"Die Schulleiterin oder der Schulleiter und andere Funktionsträgerinnen und -träger stärken die Schulgemeinschaft durch eigenes Vorbild, beteiligen sie an Entscheidungsprozessen und pflegen partnerschaftliche Arbeits- und Führungsbeziehungen. Sie sorgen für eine systematische und kontinuierliche interne und externe Kommunikation."
(Orientierungsrahmen Schulqualität, S. 19)
Fredmund Malik geht von folgenden Grundannahmen von Führung aus:
- Führung entsteht aus bestimmten Tätigkeiten; erfolgreiches Führen aus der Art der Handlungen
- Führen kann also gelernt und professionell ausgebildet werden
- Gute (d.h. erfolgreiche) Führung ist nicht eine Frage des Stils, sondern eine Frage der Wirkung und Wirksamkeit.
- Wirkung von Führung kann auf systematische Weise gesteuert werden
Um bestimmte Aufgaben von Führung angemessen wahrnehmen zu können, benötigt die Führungskraft entsprechendes Knowhow hinsichtlich bestimmter Führungswerkzeuge.
Die unten abgebildete Grafik verdeutlicht den von Malik unterstellten Aufgaben- und Wirkzusammenhang von Führung. Hierbei wird insbesondere die Notwendigkeit von funktionierender Kommunikation sowie von Grundsätzen wirksamer Führung deutlich.

Um den alltaglichen Ansprüchen an "wirksame" Führung bestens gewappnet zu sein, bietet Ihnen die AKADEMIE Schule & Wirtschaft zahlreiche Qualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Einige dieser Angebote finden Sie auf der rechten Seite, weitere Angebote können Sie im Register "Seminarprogramm" recherchieren.
Der Orientierungsrahmen Schulqualität benennt Leitbilder für Schulleitung und Lehrkräfte als wichtigen Führungsaspekt.
Beispiele von Führungsleitsätzen für Schulleiterinnen und Schulleiter könnten sein:
- Ich achte darauf, dass alle Schülerinnen und Schüler nach ihren Möglichkeiten gefördert werden.
- Entscheidungsprozesse in der Schule sollen demokratisch mit den Beteiligten umgesetzt werden.
- An unserer Schule sollen sich alle wohl fühlen
- Ich leite eine demokratische Schule, die die Kinder zu größtmöglicher Partizipation führt.
- Ich führe durch eigenes Vorbild, bin ein verlässlicher Partner und sorge für Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten bei Entscheidungen.
- Ich sorge für einen guten Informationsfluss und für einen schonenden Einsatz der Ressourcen.
- Ich bin in einem stetigen Austausch mit den an Schule Beteiligten, um Ressourcen zu entdecken und sie für alle erkennbar zu machen.
- Ich verlange nichts, was ich nicht auch selbst tun würde.
- Ich gestalte Schule so, dass sie den Anforderungen standhält und eine qualifizierte Arbeit stattfindet.
- Ich entwickle Schule auf der Grundlage des Schulprogramms mit allen Beteiligten weiter und verändere sie zum Positiven.
- Ich übernehme Verantwortung und biete Unterstützung und Kooperation an.
- Ich behandle alle Beteiligten im Sinne eines wertschätzenden Miteinanders fair.