Oberstufen-BeST

„Marketingstrategien im Bewerbungsverfahren"
Seminar zur vertiefenden Berufsorientierung und Bewerbung.

 

Das O-BeST (Bewerben Sicher Trainieren) bietet Oberstufen-Schülern ein nachhaltiges und tragfestes Konzept bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sowie bei der Einstiegsbewerbung als Jungakademiker. Bestärkt wird dies durch den Anspruch des Auftraggebers (Verband der Metall- und Elektroindustrie Osnabrück-Emsland und VME-Stiftung Osnabrück-Emsland) über die Schwerpunktfächer Naturwissenschaften den potentiellen Ingenieursnachwuchs besser zu erreichen. Daher finden im Kontext mit dem Seminar regelmäßig der Besuch eines Unternehmens und das Praxisgespräch mit Ingenieuren statt.

 Unter dem Titel „Marketingstrategien im
 Bewerbungsverfahren" erhalten Schülerinnen und
 Schüler die Möglichkeit, sich mit grundsätzlichen
 Fragen zum Bewerbungsverfahren auseinander zu
 setzen. Dabei werden Situationen, wie sie im Laufe der
 Bewerbung eintreten können, simuliert. Inhalte,
 Aufgaben und Hintergrundüberlegungen zu
 Assessment Centern werden erläutert.

 

Zielgruppe dieser Veranstaltung sind bis zu 15 Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe.

Grundannahme:

  1. Für eine Erfolg versprechende Bewerbung sind gute Schulnoten Grundvoraussetzung. Bei deren Vorliegen stellt sich aber die Frage, wie der Adressat der Bewerbung so angesprochen werden kann, dass im Idealfall mindestens die Einladung zum Vorstellungsgespräch folgt. Anders gesagt: wenn es dem Bewerber gelingt, sich durch seine schriftliche Bewerbung bereits so zu profilieren, dass der Personalentscheider frühzeitig den Eindruck hat, einen geeigneten oder sogar den „richtigen" Bewerber gefunden zu haben, so wird dies die Chancen auf die Einstellung deutlich verbessern.
    Diese Überlegung gilt im Übrigen nicht nur bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz sondern ebenfalls bei der Einstiegsbewerbung für Jungakademiker, wodurch das Seminarkonzept auch in diesem Bereich einsetzbar wird.
  2. Kundenorientierung ist der Schlüssel zu erfolgreichem Marketing.
    Daher ist Kundenorientierung auch für die Bewerbung, d. h. für das Selbst-Marketing von höchster Bedeutung. Nur wenn es mir gelingt, die für den Kunden entscheidungsrelevanten Fakten zu liefern, kann ich auf den erfolgreichen Abschluss meiner Marketingkampagne hoffen.

Kernaussagen:

  1. Auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt haben Ausbilder und Arbeitgeber (noch) ein Überangebot von Bewerbern und damit die Auswahl zwischen den Besten.
  2. Diese unterscheiden sich nicht (mehr) wesentlich in ihrer fachlichen Qualifikation sondern nur noch in ihrer Persönlichkeit.
  3. Je mehr ich von dieser Persönlichkeit bekannt gebe, desto einfacher hat es der Empfänger der Bewerbung.
  4. Für die Personalentscheidung ist nicht so sehr ausschlaggebend wie ich mich darstelle, sondern wie ich bin.
  5. Wenn ich die meisten Übereinstimmungen mit dem gedachten Idealbewerber aufweise, dann sollte ich auch die erste Wahl für den Personalentscheider sein.
  6. Wenn ich meine Persönlichkeit bei der Erfüllung der gestellten Aufgaben einbringen kann, dann werde ich in der Tätigkeit zufrieden sein und hohe Leistungen erbringen.

 

Eine Bestätigung finden diese Annahmen auch in einer Aussage des BiBB-Report 2/2007, der sich wie folgt zusammenfassen lässt:

Außerschulisches Engagement verbessert Chancen auf dem Ausbildungsmarkt

„Jugendliche, die sich in örtlichen Organisationen wie der Feuerwehr, dem Technischen Hilfswerk oder einem Rettungsdienst engagieren, verschaffen sich damit einen Wettbewerbsvorteil auf dem Ausbildungsmarkt.

Mit einem solchen Engagement dürften gleich drei übergangsförderliche Faktoren verbunden sein:

Denn a) üben die Jugendlichen im Rahmen ihres Engagements wichtige soziale Fertigkeiten ein, die zugleich ihre Ausbildungsreife fördern („Qualifizierungsfunktion").

Da sie in der Regel gehalten sind, in ihren Bewerbungen auch außerschulische Freizeitaktivitäten anzugeben, dürfte b) das Engagement der Jugendlichen vor Ort ein wichtiges und positives Zeichen für Personalentscheider darstellen („Signalfunktion").

Und c) bauen sich die Jugendlichen mit ihrem Engagement bei der Feuerwehr, dem THW oder einem Rettungsdienst breite soziale Netzwerke auf, lernen generationenübergreifend wichtige Personen vor Ort kennen und dürften sich darüber auch mehr Möglichkeiten für einen informellen Zugang zu einer betrieblichen Ausbildungsstelle verschaffen („Vernetzungsfunktion")."

Ansprechpartner für

Berufsorientierungseminare für Oberstufenschüler/innen

Steffen Vogt
Tel. 0541 - 6 00 35 09